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BFE-Leuchtturmprojekt – Eine Fassade die mehr Energie liefert, als die Bewohner brauchen..

Eine Fassade die mehr Energie liefert, als die Bewohner brauchen..
Mitten im Zürcher Kreis 6 an der Ecke Hofwiesenstrasse 22 / Rohstrasse 48 wird ein «Leuchtturmprojekt» realisiert, das bahnbrechend sein könnte.

Anlässlich der Veranstaltungen vom 19. und 20. April wurde das Projekt erstmalig präsentiert und eine Projektbesichtigung geboten.

Für das Mehrfamilienhaus aus den 1980er Jahren wurde von einem Architekten- und Planerteam, in welchem auch die Gasser Fassadentechnik AG Einsitz hatte, ein gesamtheitliches Sanierungskonzept mit einer optimalen Gebäudehülle und intelligenter Haustechnik zum PlusEnergieHaus erstellt.
Dies ist zurzeit das grösste Mehrfamilienhaus, welches in Europa auf diesen Standard saniert wird. Der Planungswert gemäss SIA 2040 unterschreitet die Anforderungen der 2000 Watt-Gesellschaft um mehr als 50%.

 

Die hinterlüftete Fassadenkonstruktion mit Photovoltaik-Bekleidung erfüllt hohe ästhetische Ansprüche und die Maximierung des Eigenverbrauchs der PV-Produktion wird angestrebt. Es wurde erstmals ein System verwendet, das Energie in Form von Solarstrom erzeugt und das zudem optimal in das Gebäude und die innerstädtische Siedlungsumgebung integrierbar ist.

Als «Kernstück der Schweizer Premiere» gilt das Photovoltaikmodul mit matter Oberfläche, dessen Farbe unterschiedlich gewählt werden kann. Zwar hebt sich das Material beim Eckhaus im Kreis 6 von den benachbarten, verputzten Hauswänden deutlich ab. Doch mit dem dezenten, grau-grünen Farbton passt sich die erneuerte Fassade dennoch optisch ansprechend in die Umgebung ein.

 

Beitrag der Gasser Fassadentechnik AG

Anforderung des Architekten hinsichtlich der Photovoltaik-Fassade an
Gasser Fassadentechnik:

  • Eine Glasfassade, die Strom produziert
  • Unsichtbare Befestigung der PV-Module, keine sichtbaren Befestigungsteile
  • Wärmebrückenfreies Unterkonstruktionssystem
  • Statisch abgesicherte und optimierte Konstruktion
  • U-Wert Erfüllung
  • Problemosler Austausch einzelner Elemente muss möglich sein
  • Einen hohen Montagekomfort

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde das bestehende Glas-Unterkonstruktionssystem weiterentwickelt und für den Einsatz von Photovoltaik-Fassaden optimiert. Das weiterentwickelte GFT 66 hält sämtliche oben genannten Vorgaben ein. Zusätzlich zu den Vorgaben des Architekten waren für uns folgende Punkte wichtig:

  • Integrierte Kabelführung in der Unterkonstruktion
  • Werkseitige Produktion und Vormontage (Zeitersparnis am Bau)
  • Verschiedene Toleranzen müssen am Bau aufgenommen werden können, dies ist mit der GFT Thermico Star / GFT CNS Konsole möglich, es ist beinahe jede Länge realisierbar

Mit dieser Unterkonstruktion hat Gasser Fassadentechnik eine Lösung gefunden auf die einfachste Art: Sicherheit, Ästhetik und Handling unter einen Hut zu bringen.

 

Überschuss geht ins Netz

Insgesamt erzeugen Fassaden- und Dachflächen so viel Solarstrom, dass die jährliche Energiebilanz für Raumklima, Beleuchtung und weitere Anwendungen in den 30 Wohn- und zwei Büroeinheiten positiv ausfällt und knapp ein Fünftel der Stromproduktion als Überschuss in das Stromnetz des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ) eingespeist werden kann.

 

Öffentlich unterstütztes Projekt

Das von einem privaten Konsortium realisierte Vorhaben ist ein öffentlich gefördertes Pilot- und Demonstrationsprojekt. Es wird unterstützt vom Bund sowie von Kanton und Stadt Zürich. Ein mehrjähriger wissenschaftlicher Praxistest soll nun aufzeigen, wie ein urbaner Gebäudebestand davon profitieren kann.

 

Weitere Infos unter:

Jahresbericht BFE, 15.09.2016
Bericht SRF, 20.04.2016
Bericht Tagesanzeiger, 19.04.2016