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Sanierung & Erweiterung Schulhaus Gerlisberg, Kloten

Wir freuen uns, für die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Gerlisberg in Kloten die Fiberglas Wellplatte (A-Wellung), sowie unser Unterkonstruktionssystem GFT Thermico horizonal liefern zu dürfen.

Situation

Die bestehende Turnhallenanlage aus den späten 40-er Jahren sowie der Kindergartenpavillon im südwestlichen Perimeter werden zurückgebaut. An deren Stelle werden neu zwei präzise angeordnete Volumen platziert, die zusammen mit der bestehenden Schule Feld ein neues Ensemble bilden und gemeinsam einen Schulhof umschreiben. Durch die Zweigeschossigkeit des Schulneubaus und das Absenken der Turnhalle um ein Geschoss, besitzen die Volumen der Schulanlage eine adäquate Massstäblichkeit, die die Traufhöhe vom Schulhaus Feld respektiert.

Im nördlichen Teil des Platzes werden die Turnhalle und das Schulhaus Feld wie bis anhin durch eine gedeckte Vorhalle verbunden, was der Hofsituation räumlich Rückhalt verschafft. Von der Gerlisbergstrasse her entsteht durch die Anordnung der Baukörper eine Gebäudestaf­felung, die einen guten Ortsbezug aufweist und klare Vorplätze und Zugangssituationen zur Schulanlage bildet. Auf der dem Schulhof abgewandten Seite, wird das Schulhaus Feld um ein schlankes, zweigeschossiges Volumen erweitert.

Während das bestehende Schulhaus Feld in seiner heutigen Erscheinung erhalten bleiben soll, werden die Neubauten architektonisch eigenständig ausformuliert. In der Farbgebung der Fassaden werden die Tonalitäten auf das Gebäude des bestehenden Schulhauses abgestimmt um die Ensemblewirkung der Schulanlage zu unterstützen.

Neubau Schule Feld (NSF)

Der zentrale Neubau entlang der Gerlisbergstrasse bildet das neue schulische Zentrum der Schulanlage:

Das Schulhaus Dorf und das Schulhaus Feld greifen gleichsam in deren räumlichen Mitte auf das neue Nutzungsangebot zu. Der „innere Weg“ dieses Gebäudes verbindet die beiden Schulhäuser auf der Erdgeschossebene. Hier befinden sich die gemeinsam genutzten Räume wie die Bibliothek, der Blockzeitenraum, der Mittagstisch, die Lehrerbereiche sowie die Schuladministration. Die beiden Kindergarten angeordnet im Erd- und Obergeschoss am südlichen Kopf des Gebäudes, bilden eine eigene Einheit, die sich in die Gebäudestruktur gut einbinden lässt und eine eigene Adresse und Aussenraum besitzt. Gleichzeitig lassen sich damit der Kontakt und damit auch Synergien zu den schulischen Nutzungen herstellen.

Im Obergeschoss ändert sich die Welt in eine kleinräumigere Clusterstruktur mit drei Grundein­heiten, bestehend aus normalen Schulräumen in Längsrichtung und erhöhten Schulräumen in Querrichtung zur Fassade. Diese Anordnung ermöglicht, die Räume je nach schulischen Bedürfnissen miteinander zu kombinieren, ganz zusammenzufassen oder zu unterteilen. Jedem Cluster ist ein identitätsstiftender Innenhof eingeschrieben, der vielfältige Unterrichtsformen erlaubt und die Schule zu einem Erlebnisort werden lässt.

Umbau Schule Feld (USF) und Anbau Schule Feld (ASF)

Das bestehende Schulhaus Feld wird sanft und rücksichtsvoll saniert und an die neuen Anfor­derungen angepasst. Mit dem Lifteinbau werden die Räume behindertengerecht erschlossen. Im Untergeschoss sind die Informatik, Mediathek und Psychomotorik untergebracht. Im Erd- und Obergeschoss befinden sich insgesamt acht Klassenzimmer.

Der seitlich zum bestehenden Schulhaus angegliederte Erweiterungsbau übernimmt strukturell dessen Logik, was in der Fassade und der innenräumlichen Gliederung erlebbar wird. Die heute fehlenden Gruppenräume bilden eine Einheit auf die jeweils von den Klassenzimmern aus zugegriffen werden kann. Ebenfalls im Anbau werden das „integrative Förderzentrum“, die „integrierte Sonderschulung“ sowie die „Begabtenförderung“ angeordnet.

Neubau Turnhalle Feld (NSF)

Am Standort der heutigen Einfachturnhalle wird eine um ein Geschoss abgesenkte Doppel-Sporthalle errichtet. Der Sporthallenraum wird durch die beidseitig angeordneten Fenster vom Schulhof her – ähnlich einer Zuschauertribüne – einsehbar und volumetrisch auf ein Minimum beschränkt.

Unter dem Verbindungsdach zwischen Sporthallen und Schule Feld ist der eigentliche Zugang zur Turnhalle als eigenständiger, transparenter Körper eingeschrieben. Über einen zweige­schossigen, ins Untergeschoss greifenden Galerieraum kann die Turnebene betreten werden. Die laternenartige Oblichtsituation ermöglicht im Untergeschoss eine natürliche Belichtung des Erschliessungsbereichs und dient als Orientierungshilfe. Betrieblich wird die Halle im Unter­geschoss an das Schulhaus Feld angeschlossen, aber auch ausserhalb der Schulzeit lässt sich das Hallenangebot durch den externen Zugang von Vereinen problemlos nutzen.

Die Turnhalle ist technisch und feuerpolizeilich so ausgelegt, dass Veranstaltungen mit maximal 100 Personen durchgeführt werden können.

Konstruktion, Ökologie, Energie

Das Tragwerk aller Neubauten wird in Massivbauweise erstellt. Die zur Anwendung vorgesehe­nen Materialien sollen so eingesetzt werden, dass sie durch ihre natürliche Materialität ihre Wirkung entfalten können. Der einheitliche, eigenständige architektonische Ausdruck soll mit farblich auf die Umgebungssituation abgestimmten Glasfaserwellplatten unterstrichen werden. Ein differenziertes Spiel von horizontal und vertikal strukturierten Platten soll die Identität der Bauten unterstützen und beim Betrachter das Gefühl von Leichtigkeit vermitteln.

Es werden umweltfreundliche, aber auch robuste Materialien eingesetzt, die den ökologischen Ansprüchen der ECO-Zertifizierung genügen. Die Neubauten werden im Minergie-P-ECO Standard erstellt und mit kontrollierter Raumbelüftung ausgestattet. Die Wärmeerzeugung erfolgt mittels einer hoch effizienten Wärmepumpe durch die Nutzung der Grundwasserwärme als Energieträger. Im Schulhaus Dorf ist auf Grund der benötigten hohen Vorlauftemperatur (Wärmeabgabe über Radiatoren) ein Gaskessel vorgesehen.

Ansicht: Gerlisbergstrasse
Ansicht: Neubau Schule Feld, Innenhof
Ansicht: Pausenhof
Ansicht: Neubau Schule Feld, Eingangshalle
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Bauherr:
Stadt Kloten

Architekt:
Dahinden Heim Architekten AG, Winterthur

Fassadenbau:
Gadola Fassaden AG, Oetwil am See

Unterkonstruktionssysteme:
GFT Thermico

Bekleidung:
Fiberglas Wellplatte (A-Wellung)

Fläche:
1800 m²

Realisation:
2017 / 2018